Sie scheitern öfter an den Zahlen. Oder am Vertrauen in die Zahlen.
Zahlen, die nicht zusammenpassen.
Zahlen, die in der Luft hängen — ohne Herleitung, die man halten kann. Erstellt in der eigenen Firmenblase. Ohne Spezialisten. Ohne Quelle, der ein Externer glauben würde.
Typisches Bild vor der Session mit Investoren oder Käufern: Umsatzziele außerordentlich optimistisch. ARR mit Hockey-Stick — ohne Beleg, der das Tempo trägt. Churn in drei Spalten: base, realistic, optimistic. Die drei Szenarien haben mit dem eigenen Unternehmen wenig zu tun. Es sind Schieberegler, keine Rechnung.
Der Headcount verdoppelt sich nächstes Jahr.
Begründung: Sales wird größer, also vervielfacht sich der Umsatz. Personal ohne Gegenwert. Gegenwert ohne Cash-Logik.
Das Unternehmen bewegt sich bereits im Millionenbereich pro Jahr.
Unternehmensergebnis, Forecast, Gewinnprognose, Liquiditätsplanung, Drei-Jahres-Budget: gewissenhaft erstellt vom CEO und dem Co-Managing Partner. Fachlicher Hintergrund: Designer und CTO.
Ein Investor merkt das in der ersten Session. Nicht nach der dritten.
In der ersten.
Dann verliert man die Verhandlungsposition.
Dann verliert man Tempo.
Dann wird aus einer Runde eine Nachhilfe in den Folien.
Guter Prep heißt nicht mehr Slides.
Er heißt: eine belastbare Datenquelle. Eine Logik, die man vorrechnen kann. Ein Pack, das man mit Zähnen und Klauen verteidigen kann.
Das ist der Moment, in dem Interim Finance Sinn ergibt.
Nicht als Folien-Dienst. Als jemand, der die Zahlen so aufstellt, dass die Story hält — auch unter Due Diligence.
