Tempo ohne Abhängigkeit

Ein Interim CFO wird geholt, weil etwas schnell gelöst werden muss. Das erzeugt einen scheinbaren Zielkonflikt: Tempo verlangt oft nach pragmatischen Einzellösungen; eine saubere Übergabe verlangt Struktur.

Beides lässt sich verbinden, wenn das System von Anfang an Teil des Mandats ist.

Full Mode

Am Anfang liegt die Komplexität beim Operator. Datenquellen werden geprüft, Logiken aufgebaut, Fehler sichtbar gemacht und Entscheidungen vorbereitet. Das Unternehmen muss nicht so tun, als wäre bereits alles standardisiert.

Run Mode

Im Laufe des Mandats wird die Bedienung einfacher. Inputs erhalten klare Formate. Verantwortlichkeiten werden festgelegt. Die wöchentliche Cash-Sicht, das monatliche Reporting und die Board-Unterlagen folgen einem wiederholbaren Ablauf.

Die Übergabe besteht dann nicht aus einem Ordner voller Dateien, sondern aus einem funktionierenden Rhythmus:

  • Wer liefert welchen Input?
  • Welche Prüfung findet vor der Rechnung statt?
  • Welche Abweichung braucht eine Entscheidung?
  • Wer kann das System nach dem Mandat weiterführen?

Das ist für mich die entscheidende Qualität eines Interim-Mandats: nicht möglichst lange gebraucht zu werden, sondern ein Unternehmen steuerungsfähiger zu verlassen.